|
Hier finden Sie Bilder der Heilpflanzen aus dem Apothekergarten der
Promenade-Apotheke. Zusätzlich geben wir noch einen kleinen Überblick
über die Anwendungsgebiete der verschiedenen Pflanzen in der Pharmazie.
Zum vergrößern der Bilder, einfach auf die jeweilige Pflanze klicken.
Folgende Pflanzen befinden sich in unserem Apothekergarten:
Baldrian -
Bärlauch -
Beinwell -
Borretsch -
Efeu -
Roter Fingerhut -
Wolliger Fingerhut -
Frauenmantel -
Ginkgo
Holunder -
Königskerze -
Lavendel -
Liebstöckel -
Malve -
Mariendistel -
Meerrettich -
Passionsblume
Ringelblume -
Salbei -
Sonnenhut -
Ysop
|
|

|
Baldrian:
Der Baldrian (Valeriana)
ist eine Pflanzengattung aus
der Familie der
Valerianaceae.
Baldrian ist
ein altbewährtes Beruhigungsmitteal bei Unruhe,
Nervosität, Erschöpfung und Reizbarkeit.
Baldrianpräparate können
dabei helfen, Gelassenheit und das seelische
Gleichgewicht wieder herzustellen.
Sie fördern die Schlafbereitschaft, sind konzentrations- und
leistungsfördernd, wirken krampflösend
und muskelentspannend.
Dosierung: Als Tinktur 1/2 bis 1 TL mehrmals täglich.
Als Tee 2-3 Gramm Baldrianwurzel pro Tasse.
Die optimale Dosierung bei Arzneimitteln aus der
Apotheke beträgt 600 mg als Einzeldosis.
mehr...
|
|
Bärlauch:
Der Bärlauch
(Allium ursinum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Allium und somit
verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch.
Deshalb wird der Bärlauch heute auch ähnlich
verwendet wie der Knoblauch, nämlich bei Magen-Darmstörungen
(gärungshemmender Effekt bei Blähungen) und bei hohen Cholesterinwerten
um Arteriosklerose vorzubeugen.
Wichtig beim Sammeln ist die Verwechslungsgefahr
mit dem Maiglöckchen! Diese Pflanze beinhaltet ein Herzglykosid, dass
beim Verzehren Herz-Rhythmus Störungen verursachen kann.
|

|
|

|
Beinwell:
Der Beinwell
(Symphytum), früher auch Wallwurz oder Beinwurz genannt, ist eine
Pflanzengattung, die zur Familie der Raublattgewächse gehört.
Beinwell wirkt entzündungshemmend, granulations- und
wundheilungsfördernd.
Deshalb kann man den Extrakt bei Prellungen, Zerrungen,
Quetschungen oder Verstauchungen verwenden.
Beispiele für Salben zur äußerlichen Anwendung sind zum
Beispiel die "Traumaplant Salbe" oder die "Kytta Salbe".
Das Homöoopathikum "Symphytum" wird bei stumpfen
Verletzungen, schlecht heilenden Wunden,
Durchblutungsstörungen und zusätzlich auch bei Arthosen und
Gelenkschmerzen verwendet.
|
|
Borretsch:
Borretsch
(Borago officinalis), auch Gurkenkraut genannt, gehört zur Familie der
Raublattgewächse.
Das Borretschkraut wirkt entzündungshemmend,
schweiß- und harntreibend. Findet aber aufgrund des Vorkommens von
Pyrrolizidinalkaloiden keine Anwendung mehr.
Diese Alkaloide wirken krebserregend, lebertoxisch
und erbgutschädigend.
Das Öl der Borretschsamen enthält allerdings keine
dieser Pyrrolizidinalkaloide.
Es enthhält, ähnlich wie das Nachtkerzenöl, einen
hohen Anteil an gamma-Linolensäure. Deswegen eignet sich das Öl
besonders gut zur Pflege bei einem atopischen Ekzem, also bei
Neurodermitis.
In der Homöopathie wird "Borage officinalis"
aus den frischen Blättern bereitet. Man verwendet die mittleren
Dilutionen (D2 bis D6)
bei Hypochondrie, nervösem Herzklopfen und Herzschwäche.
|
 |
|

|
Efeu:
Der Efeu (Hedera
Helix)
ist eine Kletterpflanze aus
der Gattung Hedera.
Efeu war die Arzneipflanze 2010.
Sämtliche
Pflanzenteile des Efeus sind giftig. Teezubereitungen
sollten deswegen nicht getrunken werden, da dieser Tee
emetisch (brechreizfördernd) wirkt. Deswegen ist die
Anwendung des Efeus in der Schuldmedizin begrenzt.
Lediglich standardisierte Präparate der Efeublätter, die bei
schleimigen Husten eingesetzt werden können, befinden
sich im Handel ("Prospan"). Der Efeu wirkt dann
auswurffördernd und krampflösend.
Das Homöopathikum "Hedera Helix" wird vielseitig verwendet.
Zum Beispiel bei Schleimhautkatarrhen, Husten, Schnupfen,
Asthma und Emphysem.
|
|
Roter
Fingerhut:
Der
Rote
Fingerhut (Digitalis
purpurea),
ist eine Pflanzenart aus
der Gattung Digitalis.
Alle Pflanzenteile sind hochgiftig. Bereits der
Verzehr von zwei Blättern kann zu einer tödlichen Vergiftung führen.
Der Fingerhut wird in der Medizin aufgrund seiner
Herzwirksamen Glykoside bei Herzinsuffizienz
verwendet. Diese Glykoside stärken den Herzmuskel, senken
die Herzfrequenz und ermöglichen so eine höhere Effektivität
bei geringerer körperlicher Anstrengung.
In
der Hommöoopathie wird "Digitalis Purpurea" in erster Linie
als Herzmittel verwendet. Weiterhin sieht die Homöopathie
eine Beziehung zu Niere und Blase, wodurch die Anwendung
Harnbeschwerden und Nierenschwäche gegeben zu sein scheint.
|

|
|

|
Wolliger
Fingerhut:
Der wollige Fingerhut (Digitalis lanata)
ist eine Pflanzenart aus
der Familie
der Wegerichgewächse.
Alle Pflanzenteile sind hochgradig Giftig.
Wie der Rote Fingerhut enthält auch der wollige Fingerhut
herzwirksame Glykoside. Therapeutisch wird jedoch
überwiegend nur der Wollige Fingerhut genutzt.
Die therapeutische Breite (also die richtige Spanne
eines Medikament bei dem es nicht giftig, aber auch nicht
unwirksam ist, sondern sich im richtigen Bereich dazwischen
befindet) ist bei den Herzglykosiden sehr gering. Deswegen
kommt es immer wieder zu Vergiftungen wenn man die
Medikamente nicht richtig anwendet.
Der Fingerhut wird in der Medizin aufgrund seiner
Herzwirksamen Glykoside bei Herzinsuffizienz
verwendet. Diese Glykoside stärken den Herzmuskel, senken
die Herzfrequenz und ermöglichen so eine höhere Effektivität
bei geringerer körperlicher Anstrengung.
In
der Hommöoopathie wird "Digitalis Lanata" in erster Linie
als Herzmittel verwendet. Weiterhin sieht die Homöopathie
eine Beziehung zu Niere und Blase, wodurch die Anwendung
Harnbeschwerden und Nierenschwäche gegeben zu sein scheint.
|
|
Frauenmantel:
Frauenmantel (Alchemilla) ist eine
Pflanzengattung aus der Familie der Rosengewächse, die in
Europa, Asien und Afrika verbreitet ist und hauptsächlich in
gebirgigen Gebieten zu finden ist.
Medizinisch wird der Frauenmantel bei
akuten,
unspezifischen Durchfallerkrankungen und
Magen-Darmstörungen verwendet.
Die Anwendungen gehen hauptsächlich auf
den Gerbstoffgehalt zurück.
In der Hausmedizin steht der Frauenmantel hoch im
Kurs. Innerlich gebraucht man ihn gegen
Wechseljahrsbeschwerden, starken Monatsblutungen oder Magen-
und Darmbeschwerden.
Äußerlich wird er bei eiternden Wunden oder im Mundbereich
bei entzündeten Stellen verwendet. Die Zubereitung erfolgt
aus einem Esslöfel Kraut auf 1/4 Liter
Wasser.
|

|
|

|
Ginkgo:
Der Ginkgo (Ginkgo
Biloba)
ist eine Baumart einer
ansonsten ausgestorbenen Gruppe von Samenpflanzen.
Medizinisch wird der Extrakt des Ginkgo bei hirnorganisch
bedingten Leistungsstörungen
verwendet.
Also bei Gedächtnis- , Konzentrationsstörungen, Schwindel,
Tinitus und Kopfschmerzen.
Besonders für Personen
mit Demenzerkrankung eignet sich dieser Extrakt.
Ginkgo findet auch bei der Behandlung
von arteriellen
Durchblutungsstörungen Anwendung.
Die sinnvolle und wirksame Dosis beträgt 240mg Extrakt
pro Tag. Es gibt diverse Präparate, die den hochwertigen
Extrakt der Firma Schwaabe beinhalten ("Tebonin" oder
"Ginkgo Sandoz").
mehr...
|
|
Holunder:
Die Holunder (Sambucus)
bilden eine Pflanzengattung in der Familie der
Moschuskrautgewächse.
Am bekanntesten von den 3 in Europa vorkommenden Arten ist der
schwarze Holunder, in Bayern auch "Holler" genannt.
Verwendung finden die Holunderblüten als Tee bei
fieberhaften Erkältungskrankheiten und ebenfalls zur
Vorbeugung dieser Erkältungen.
In der Homöopahtie wird "Sambucus nigra" als
Schnupfenmittel für Kleinkinder
und zur Aktivierung der körpereigenen Abwehrkräfte gegeben.
|

|
|

|
Königskerze:
Die Königskerze (Verbascum
phlomoides),
auch filzige Wollblume genannt, ist eine Pflanzenart
aus der Familie der Braunwurzgewächse.
Wollblumen sind ein Hustenmittel. Der Schleim wirkt
reizlindernd
und die Saponine lösen den festsitzenden Bronchialschleim
und erleichtern somit das Abhusten.
Fast nie werden Wollblumen alleine verwendet. Sie sind
zumeist Bestandteil von verschiedensten
Hustenmitteln (zum Beispiel Süßholz und Eibisch) in Teeform.
Als Homöopathikum
findet die großblütige Wollblume
"Verbascum thapsiforme" Anwendung in der Gesichtsneuralgie,
bei Ohrenschmerzen, Heiserkeit und Husten.
In der Volksmedizin
setzt man die Königskerze auch gegen Husten ein. Eine
Mischung mit Spitzwegerich zu gleichen Teilen wird besonders
häufig bei allgemeiner Erkältung verwendet.
|
|
Lavendel:
Der Lavendel (Lavandula
angustifolia)
ist eine Pflanzenart aus
der Familie der Lippenblütler.
Lavendel war 2008 die Heilpflanze des Jahres.
Hauptsächlich wird er als Beruhigungsmittel genutzt. Also
vor allem bei
innerer
Unruhe, nervöser Erschöpfung und Einschlafstörungen.
Ein Beispiel für ein wirksamen und sinnvolles
Fertigmedikament sind die "Lasea" Kapseln.
Die beruhigende Wirkung wird auch in der Aromatherapie
genutzt.
Die Dosierung beträgt bei innerlicher Anwendung als Tee 1-2
Teelöffel Lanvendelblüten pro Tasse. Als Öl 1-4 Tropfen auf
einem Stück Würfelzucker oder als Vollbad 20-100 Gramm. Für
Säuglinge und Kinder gibt es die Möglichkeit
Lavendelblütensäcke in der Nähe aufzuhängen.
|

|
|

|
Liebstöckel:
Der Liebstöckel (Levisticum
officinale),
auch Maggikraut ist eine Pflanzenart aus
der Gattung Levisticum,
aus der Familie der Doldenblütler.
Anders als der Name vermuten lässt, enthält das Maggi-Gewürz
kein Liebstöckel.
Liebstöckel wirkt
wassertreibend und kann deswegen bei Harnwegsinfektionen
verwendet werden. Diese Wirkung ist auf das ätherische Öl
zurückzuführen, welches konzentriert in der Wurzel vorliegt.
Desweiteren ist das
Liebstöckelkraut oder die Wurzel auch in Magentees zu
finden.
In der Volksmedizin hat die Droge ihre Heimat. Hier
wird sie über aus geschätzt und seit alten Zeiten gebraucht
gegen Magenbeschwerden, die auf Verdauungsschwäche
zurückzuführen sind, gegen Blasen- und Nierenleiden, gegen
rheumatische und gichtische Schmerzen und auch gegen
Migräne. Meistens wird die Wurzel verwendet.
|
|
Malve:
Die Wilde Malve (Malva sylvestris) ist eine Pflanzenart die
zur Familie Malvengewächse gehört.
Der Hauptwirkstoff ist der reichlich vorhandene
Pflanzenschleim. Wie alle Schleimdrogen wirkt auch die Malve
reizlindernd. Deswegen ist die Malve bestandteil vieler
Hustentees.
Gelegentlich wird der Malventee auch bei leichten
Durchfällen verwendet. Hier wirken der Schleim und die
außerdem enthaltenen Gerbstoffe zusammen. Ob man hierbei den
Blüten, den Blättern oder dem Kraut den vorzugt gibt ist
nicht von Bedeutung.
In der Volksmedizin steht die Verwendung bei
Erkältungskrankheiten, besonders Husten, Heiserkeit und
Halsweh im Vordergrund. Auch Magenbeschwerden werden in der
Volksmedizin durch den Malventee geheilt.
|

|
|

|
Mariendistel:
Die Mariendistel (Silybum marianum) ist eine Pflanzenart,
die zur Unterfamilie der Carduoideae gehört.
Das enthaltene Silymarin kann die Leber schützen und
wirkt bei der heute so verbreiteten Fettleber regenerativ.
Sylimarin ist auch in höheren Dosierungen gut verträglich
und sehr effektiv in Bezug auf die Regeneration der
Leberzellen.
Außerdem schützt das Silymarin die Leber vor der Aufnahme
von Giftstoffe, wie zum Beispiel das lebertoxische Gift des
Knollenblätterpilzes. Die Inhaltsstoffe wirken
desweiteren auch als Radikalfänger und erweitern somit den
Schutz der Leber.
mehr...
|
|
Meerrettich:
Der Meerrettich (Armoracia
rusticana)
gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse.
Heutzutage wird Meerrettich verwendet, um die Abwehrkräfte zu
stärken (Inhaltsstoffe: Vitamin C, Vitamin B1 und Flavonoide) und vor Erkältungskrankheiten
zu schützen. Desweiteren kann man ihn bei Infektionen der
ableitenden Harnwege verwenden.
Meerrettich beinhaltet viele Senföle, welche
reizend auf Schleimhäute wirken. Durch die Reizung wird eine lokale
Erhöhung der Durchblutung beobachtet. Deshalb kann der
Meerrettich äußerlich bei Muskelbeschwerden verwendet werden.
Vereinzelt kann es zu Hautreizungen durch die
Senföle kommen.
Durch die Erhöhte Gallensaftproduktion kann der
Meerrettich auch bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt werden.
|

|
|

|
Passionsblume:
Die Blaue Passionsblume (Passiflora caerulea) gehört zur
Familie der Passionsblumengewächse.
Sie wird in der heutigen Medizin bei nervöser
Schlaflosigkeit, allgemeiner Nervosität,
verschiedenartigen Erregungszuständen, Reizbarkeit
und Angstzuständen eingesetzt.
Besonders in Kombination mit anderen beruhigend wirkenden
Pflanzen (Hopfen, Baldrian) ist sinnvoll ("Moradorm S").
Als Einzelmittel ("Passin") beträgt die Tagesdosis 1200mg
Extrakt, entsprechend 4-8 Gramm Passionsblumenkraut.
In der Homöopathie verwendet man "Passiflora" in
erster Linie als Schlafmittel oder auch als leichtes
Krampflösendes Mittel.
|
|
Ringelblume:
Die Ringelblume (Calendula officinalis) ist eine Pflanzenart
aus der Familie der Korbblütler.
In der Hauptsache verwendet man die Ringelblume als Salbe
zur Wundbehandlung. Hier steht sie der Arnika sehr
nahe. Schlecht heilende Wunden, Unterschenkelgeschwüre,
Nagelbettentzündungen und Narben werden durch die Salbe sehr
günstig beeinflusst. Aber auch bei frischen Wunden vermag
ein feuchter Verband mit einer Ringelblumen-Abkochung
erstaunlich gut wirken.
Das Homöopathische Mittel "Calendula" wird innerlich
und äußerlich bei Riss- und Quetschwunden und zur Anregung
der Wundheilung verwendet.
In
der Volksmedizin ist die Ringelblume auch sehr
beliebt. Sie wird im allgemeinen genauso verwendet wie
bisher erwähnt, bei allen Arten von Verletzungen und
Wundheilung.
Die Promenade-Apotheke stellt seit sehr vielen Jahren eine
eigene Ringelblumensalbe her, die sich sehr gut bei allerlei
Hautkrankheiten, Flechten, offenen Händen und Lippen
verwenden lässt.
Da Bienenwachs die Grundlage der Salbe ist, ist diese sehr
reichhaltig und kann deshalb bei trockenen Händen und Lippen
verwendet werden.
Die Ringelblumensalbe hat auch bei stillenden Müttern ein
breites Anwendungsspektrum. Deswegen beliefern wir auch
regelmäßig das Kreiskrankenhaus Garmisch-Partenkirchen mit
unserer Salbe.
|

|
|

|
Salbei:
Der Echte Salbei (Salvia officinalis) gehört zur Familie der
Lippenblütler.
Salbei ist eine vielseitig verwendbare Heilpflanze. Ein
Salbetee hilft bei Entzündungen am Zahnfleisch.
Außerdem wirkt Salbei beruhigend, setzt die
Schweißabsonderung herab ("Sweatosan" Tabletten) und
beeinflusst Magen und Darm günstig.
Das ätherische Öl hat eine desinfizierende und krampflösende
Wirkung. Der Gerbstoffgehalt unterstützt diese Wirkung bei
Durchfällen.
In der Homöopathie wird "Salvia officinalis"
vornehmlich als Schweisshemmendes Mittel eingesetzt.
Bei der Verwendung von Salbei als Gewürz, sollte man immer
den frischen Blättern den Vorzug geben.
|
|
Sonnenhut:
Die Sonnenhüte (Echinacea) sind eine Pflanzengattung aus der
Familie der Korbblütler.
Ursprünglich kommen alle Sonnenhut-Arten aus Nordamerika.
Die dort angesiedelten Indianer verwendeten die Wurzel, aber
auch die Blätter der Pflanze zur Heilung von Wunden aller
Art. Seit 1950 ist bekannt, dass der Sonnenhut gegen
Bakterien wirksam ist. Außerdem steigert er die
Abwehrkräfte und kann somit bei Infektionen Hilfe
leisten.
Beides zusammen macht Sonnenhutpräparate sehr wertvoll. Es
hat den anschein, dass diesse Wirkstoffe beim Trocknen stark
abnehmen. Deshalb spielt der Sonnenhut als Tee eine
untergeordnete Rolle, während die galenischen Zubereitungen
äußerst Wirksam sind ("Echinacea Ratiopharm" oder
"Esberitox").
Diese Präparate dienen als Immunmodulatoren. Das
heißt sie beeinflussen oder verändern körpereigene
Abwehrmechanismen ohne selbst wie Erreger zu wirken. Sie
stimmulieren Komponenten der unspezifischen Abwehr und
verstärken ungenügend ausgeprägte Abwehrreaktionen.
Immunmodulatoren werden eingesetzt in Zeiten hoher
Infektionsgefahr, bei bestehender oder drohender temporärer
Abwehrschwäche und wenn sich eine Infektion andeutet.
Therapeutisch, dh bei Auftreten der ersten Symptome, sollte
der Sonnenhut nicht länger als 14 Tage angewendet werden.
Eine Vorbeugende Anwendung hingegen kann bis zu 6 Wochen
durchgeführt werden.
|

|
|

|
Ysop:
Ysop (Hyssopus officinalis) ist ein Halbstrauch aus der
Familie der Lippenblütler.
Aufgrund der Inhaltsstoffe (Ätherisches Öl, Gerbstoffe,
bittere Glykoside) ist der Ysop ein Anregungsmittel für die
Drüsen des ganzen Verdauungstraktes. Er wird daher
vornehmlich bei Magen- und Darmstörungen und zur
Appetitanregung gebraucht.
Ferner macht man sich seine krampflösende und leicht
diuretische (harntreibende) Wirkung in Blasentees zunutze.
Der Ysop wird desweiteren in der Volksmedizin gerne
gegen Husten (u.a. bei Asthma oder chronischer Bronchitis) ,
Durchfall und Blähungen gebraucht.
Desweiteren soll er leicht entzündungshemmende Eigenschaften
besitzen und kann somit als Tee bei Entzündungen der
Mundschleimhaut genutzt werden.
Ysopöl kann allerdings in höhren Dosen Krämpfe auslösen.
Deswegen ist es besonders bei Schwangeren kontraindiziert.
|
|
©
Promenade-Apotheke | 82467 Garmisch-Partenkirchen |